Zwei Stufen, große Wirkung

Neues Getriebe von Groschopp mit hohem Wirkungsgrad

09. Dezember 2011

Groschopp stellte auf der SPS/IPC/Drives 2011 in Nürnberg ein neues Getriebe für Drehmomente bis 50 Nm vor. Seine Konstruktion als Winkelgetriebe trägt mit einem hohen Wirkungsgrad zu einer guten Energiebilanz bei. Weitere Vorteile ergeben sich aus glatten Konturen und Oberflächen, durch die sich viele der Motoren- und Getriebegehäuse bei Groschopp auszeichnen. Mit der Serie Angulus erweitert die Groschopp AG ihr Getriebeprogramm um eine zusätzliche Bauform. Das Winkelgetriebe besteht aus einer Stirnrad- und einer Kegelradstufe. Dieses Konstruktionsprinzip bewirkt, vor allem im Vergleich mit den einfach aufgebauten Schneckengetrieben, einen deutlich höheren Wirkungsgrad. Dies zeigt sich besonders bei kleineren Übersetzungen, bei denen die neuen Getriebe knapp 90 % erreichen können.

Möglich sind mit dieser Serie Übersetzungen von ca. 6:1 bis 60:1. Im höheren Bereich liegen die Werte immer noch bei ca. 50 %. Hier sind die Unterschiede zum Schneckengetriebe noch deutlicher. Die Antriebsdrehzahl kann dabei bis zu 3.600 min-1 betragen. Damit erreichen die Getriebe Drehmomente bis 50 Nm. Groschopp spezialisiert sich zunehmend auf die Bedürfnisse einzelner Zielbranchen. Hierzu zählt unter anderem die Lebensmittel verarbeitende Industrie, die sich durch hohe Ansprüche an Hygiene und den häufigen Einsatz teils aggressiver Substanzen auszeichnet. Neben der Materialauswahl ist in diesen Einsatzfällen auch die glatte Oberfläche der Motor- und Getriebegehäuse von Groschopp interessant, die leicht zu reinigen ist und keine Angriffsfläche für Ablagerungen bietet. Auch aus energetischer Sicht ist dieser Aspekt wichtig, denn Schmutz und Schlamm können einen regelrechten Mantel bilden, der die Wärmeabgabe erschwert. Ohne Kühlrippen im Gehäuse ist dieser Punkt ohnehin kritisch, deshalb sind die glatten Konturen bei Groschopp gleichermaßen für die Hygiene wie für die Energiebilanz vorteilhaft. Die nötige Korrosionsbeständigkeit wird über eine Beschichtung mit dem Hart-Coat-Verfahren der AHC Oberflächentechnik GmbH oder durch die Verwendung von Edelstahl sichergestellt.